|
|
 |
 |
 |
 |
|
 |
|
|
Zunächst einmal, liebe Gäste, wer in der Türkei ein Geschäft aufmacht, möchte mit seiner Ware und seinem Können Geld verdienen. Das ist hier nicht anders, als überall sonst auf der Welt.
Leben und Leben lassen ist unsere Devise.
Aufgrund der meist sehr günstigen Wechselkurse ausländischer Währungen zur Türkischen Lira ist Shopping in der Türkei für Touristen sehr preiswert. Für Einheimische sind die ständigen Preiserhöhungen aufgrund der Inflation ein ewiges Ärgernis. An jeder Ecke und in jedem Ort findet man einen "Bakkal", den türkischen "Tante-Emma-Laden". Hier erhält man zumindest sämtliche Grundnahrungsmittel, ein kleines Sortiment an Obst und Gemüse sowie Getränke. Nicht immer kann man in diesem Läden auch Alkohol kaufen. In Grossstädten und grösseren Städten gibt es inzwischen grosse Lebensmittel-Supermärkte, die ein reichhaltiges Sortiment zu günstigen Preisen führen. Häufig sind in Grossstädten einzelne Branchen nach Stadtbezirken geordnet, also in einem Stadtviertel gibt es die Tischler, in einem anderen die Goldschmiede usw.. In Istanbul, Izmir und anderen Städten gibt es inzwischen sehr viele moderne Einkaufszentren, die in Ausstattung und Angebot, auch exklusiver internationaler Marken, unseren grossen Einkaufszentren in nichts nachstehen. Diese Einkaufszentren heissen "carsi" oder modern "Shopping-Center". In Alanya ist es zB. das ALANYUM
► Nepper, Schlepper, Bauernfänger:
Der weltweit anerkannte Touri-Spruch "An jede Morgen steht ein Dummkopf auf, man muss nur lange genug auf ihn warten können" trifft auf alle Touristengebiete der Welt zu. Wie naiv Touristen auf Einkaufstour oft sind, ist mit klarem Verstand nicht mehr zu beschreiben. So verwundert es, zumindest uns, nicht mehr, dass in den letzten Jahren in jedem Touristenort der Türkei, bis hinauf nach Istanbul, das Schlepperunwesen immer weiter um sich gegriffen hat, obwohl es selbstverständlich verboten ist, weil es dem Ansehen des Tourismus in der Türkei auch schadet. Gutwillige Touristen werden von arbeitsscheuen Taugenichtsen in Geschäfte gelockt, damit die Schlepper nach erfolgtem Kauf ihre 10%ige Provision vom Geschäftsinhaber kassieren können. Dabei wird den Touristen eingeredet, dass nur diese Geschäfte das beste Angebot und die günstigsten Preise haben, was in den meisten Fällen nicht stimmt. Geschäftsleute, die mit Schleppern arbeiten, haben die Provision in ihre Preise bereits einkalkuliert. Denn merke: Auch in der Türkei hat kein Geschäftsmann etwas zu verschenken. Selbst am Strand kann man den Schleppern nicht ausweichen, denn tagsüber ist Ali oder Mehmet für Strandliegen, Sonnenschirme, Essen und Trinken seiner potentiellen Opfer zuständig, abends arbeitet man zusätzlich noch in einem Leder- oder sonstigen Laden, um die Familienkasse aufzubessern. Dagegen ist absolut nichts einzuwenden. Doch der Job am Strand hat zusätzlich den ganz grossen Vorteil, dass man als Chef von Strandliege und Sonnenschirm in jedem Fall zuerst mit den potentiellen Neukunden zu tun hat. Da kann man wenigstens als erster schon mal seine Fühler gekonnt nach den Kaufwünschen der Kunden ausstrecken, und die Verkaufs-Nägel in den Sand klopfen. Der Tourist hat seine Liege kaum gezahlt, da wird er gleich informiert, dass Mann eigentlich zwei Jobs habe, einen am Tag am Strand und einen am Abend im Lederladen XYZ. Und wie fleissig man doch in der Türkei sein muss, um über die Runden zu kommen, und wie langweilig es doch im Winter ist, wenn man kein Geld hat. Das wird dann solange wiederholt, bis der sonnenhungrige Tourist den Wink mit dem Zaunpfahl endlich verstanden hat oder die Ohren so hartnäckig auf Durchzug stellt, dass der Strandmeister aufgibt. Dann ist selbstverständlich auch Schluss mit Lustig an blauen Gestaden, der Gast wird mit Nichtachtung gestraft, man überlässt den Geizkragen seinen Laufburschen. Wo keine Provision winkt, muss er sich doch nicht unnötig den Mund fusselig reden.
► Fabrikkäufe!!! :
Eines unserer Lieblingsthemen sind die so genannten "Fabrikkäufe", die den Touristen überall schmackhaft gemacht werden. Sei es nun auf einer Tagestour nach Kappadokien oder Pamukkale oder durch ein kostenloses Ausflugsangebot der Reiseleitung in ihrem gewählten Hotel.
Und nirgendwo sonst wird der Kunde so komplett hinters Licht geführt, wie gerade hier. Grösste Vorsicht ist daher geboten bei so genannten "Fabriken", in die die Touristen auf ihren Tagestouren, meist unfreiwillig, so ganz nebenbei und als "interessante Besichtigung einer Fabrikation" getarnt, gekarrt werden. Vorzugsweise handelt es sich um Teppich-, Leder- und Goldläden, die wie "Fabriken" aussehen, aber in Wahrheit keine Fabriken sind. In Deutschland sind Verkäufe ab Fabrik sehr viel günstiger als im Einzelhandel, weil es sich hier nachweislich um eine Fabrikation handelt. Diese Tatsache machen sich vermeintlich clevere Geschäftemacher in der Türkei zu nutze, um die Touristen auf der grünen Wiese nach allen Regeln der Verkaufskunst wie Weihnachtsgänse auszunehmen. Denn in den türkischen Touristengebieten handelt es sich bei den so genannten "Fabriken" fast ausschliesslich um überteuerte Einzelhandelsgeschäfte. Wie zufällig liegen diese "Fabriken" auf der grünen Wiese an einer vielbefahrenen Land- oder Schnellstrasse. Und wie zufällig, (soviel Zufall an einem Ort kann es doch gar nicht geben), sind die offerierten Artikel in diesen "Fabriken", (wieder ein glücklicher Zufall), so wahnsinnig günstig zu haben, so wird es jedenfalls immer wieder subtil während der Besichtigung in das Gespräch eingeflochten, wie nirgendwo sonst in der Türkei. Nur hier findet, nach Aussagen des Verkaufspersonals, der reinste Schnäppchenwahnsinn statt, man ist sich nicht zu schade, die Ware geradezu an die Kunden zu verschleudern. Weder Karstadt noch Tchibo und schon gar nicht Aldi können hier mithalten. Der ermattete Kunde ist beeindruckt. "Oh kuck mal Franz, wie günstig!"
Auf dem Weg Richtung Pamukkale oder Kappadokien gaukelt man den Touristen vor, dass es sich hier tatsächlich um eine Fabrikation handelt, die in erster Linie nur für den Grosshandel produziert. Und es wird dem staunenden Publikum auch eine Produktion vorgeführt, so dass der Eindruck entsteht, sie befänden sich tatsächlich inmitten einer Fabrik. In Wahrheit aber handelt es sich um einen überdimensionierten Einzelhandelsladen mit, je nach Branche, etlichen Goldschmieden, Lederschneidern oder Teppichknüpferinnen, die nur für diesen Laden und dazu noch für sehr geringen Lohn arbeiten und ausschliesslich Schmuck, Leder oder Teppiche herstellen, die den Kunden im Rahmen einer Besichtigung mit anschliessend gekonnter Verkaufspräsentation für teueres Geld angedreht werden.
Die einsame Lage hat selbstverständlich seinen Grund:
Die potentiellen Opfer, nämlich Sie, dieser Geschäftspraktiken und Verkaufsstrategien können nicht in andere Geschäfte ausweichen, um mal eben die Preise zu vergleichen. Zusätzlich wird der Bus nach dem Aussteigen der Fahrgäste auch auf einem gesonderten Platz geparkt und verschlossen, so dass man quasi gezwungen wird, an der Verkaufsveranstaltung teilzunehmen, es sei denn, Sie entschließen sich zu einem ausgedehnten Spaziergang auf der grünen Wiese. Wen das an seine letzte Kaffeefahrt in deutsche Tief- oder Hochebenen erinnert, kommt der Sache schon ziemlich nahe. Die angebotenen Waren sind stark überteuert, zum einen fehlen dem Kunden die notwendigen Vergleichsmöglichkeiten, zum anderen auch deshalb, weil von den Einnahmen hohe Provisionen an die Reiseunternehmen und Reiseleiter gezahlt werden müssen, die ihre Kunden direkt vor der Tür der "Fabrik" absetzen. Zunächst einmal wird den interessierten Besuchern die Herstellung der einzelnen Artikel vorgeführt, dann bekommt man Getränke, auch alkoholische, angeboten und dabei werden dann die überteuerten Produkte vor den Augen der Kundschaft ausgebreitet oder vorgeführt. Hübsche Mädels mit hübschen Figuren gaukeln uns vor, dass jedes Modell auch an unserer XXL-Figur, unseren Doppelkinn-Hälsen und Wurst-Fingern einfach hinreissend aussieht, und wenn der fixe Verkäufer uns lange genug eingeredet hat, dass wir mit jedem Raki schöner werden, glauben wir das nur zu gerne. Und erst der Seidenteppich für die Wohnküche von Tante Elses Sozialbauwohnung - die Nachbarn werden vor Neid erblassen, und alles so billig! Jeder zweite Satz enthält die subtile Aussage, dass - wegen der ständigen Inflation - schon sehr bald mit grossen Verteuerungen speziell bei Seidenteppichen, zu rechnen sei, ja, dass man vielleicht in einigen Jahren gar keine Seidenteppiche mehr kaufen könne, weil es keine Teppichknüpferinnen mehr gibt, die dieses Handwerk beherrschen. Gleiches gilt für Schmuck und Lederwaren, denn diese Qualität kommt nie wieder versichert man uns mit ernstem Blick, und in perfektem Deutsch. Im nächsten Urlaub könnte die Katastrophe schon passiert sein, die Regale sind leer - Sie wissen doch - die Inflation! Es gibt weder Schmuck, noch Teppiche, noch Ledersachen zu kaufen. Ja, ja, so ist das in der Türkei. Mitleid erfüllt die Runde und Panik ergreift uns, wenn wir jetzt nicht sofort handeln. Zugreifen heisst daher die Devise. Erstaunlich ist, dass es auf jeder Tour immer wieder Touristen gibt, die sich von dem Zauberwort "Fabrikkauf" so blenden lassen, dass sie auf diese Verkaufsmasche hereinfallen. Später ist dann Heulen und Zähneknirschen angesagt, wenn sich beim abendlichen Stadtbummel herausstellt, das die gleiche Ware in der so genannten "Fabrik" viel zu teuer eingekauft wurde. Diese "Besichtigungen" finden zudem meistens am letzten Tag auf der Rücktour statt, wenn der Tourist von den vielen Eindrücken zum einen euphorisiert und zum anderen ziemlich kaputt ist. Abgespanntheit von der Reise, der Alkohol und die ausgeschlafenen fixen Verkäufer tun ein übriges, dass sich Kunden sehr oft zu unüberlegten Käufen hinreissen lassen. Dabei ist nicht vorhandenes Geld inzwischen überhaupt kein Problem mehr. Die Kunden unterschreiben eine Einzugsermächtigung, auch in monatlichen Raten, die dann über das jeweilige Kreditinstitut des Käufers, eingezogen werden. Selbstverständlich mit saftigen Zinsaufschlägen.
► Deshalb sind Tagestouren so preiswert: Jeder Tourist sollte sich einmal selbstkritisch fragen, wenn er eine Tagestour nach Pamukkale oder Kappadokien bucht, warum diese Reisen so preiswert sind? Zwei Tage Pamukkale kosten ca. 30 € mit Übernachtung, Halbpension und sämtlichen Eintrittsgeldern, Kappadokien für drei Tage ca. 50 €. Ein Reiseunternehmen, dass aus seinem Angebot keine Einkaufstour macht, kann mit diesem Preis einfach nicht mithalten, da keine erzielten Provisionen zurückfliessen. Auch die Reiseleiter verdienen immer mit, wenn Sie unterwegs irgendwo einkehren.
► Kaufen Sie im Fachhandel an Ihrem Urlaubsort: Türkische Teppiche werden in alle Welt exportiert. Wenn Sie sich für ein gutes Stück interessieren, gehen Sie in Ihrem Urlaubsort zu einem Teppichhändler und schauen Sie sich in aller Ruhe sein Sortiment an. Es gibt Teppiche in allen Qualitäten, Grössen und Preislagen. Wollen Sie einen wertvollen Teppich als Kapitalanlage oder einen Gebrauchsteppich? Gute, ortsansässige Teppichgeschäfte führen jede Qualität. Der Verkäufer wird Sie in aller Ruhe beraten und das nicht nur einmal und auch nicht unter Zeitdruck. Hier können Sie jeden Tag wieder im Laden vorbeischauen und gezielte Fragen stellen. Man wird sie gerne ausführlich beraten. Und in der Regel können Sie davon ausgehen, dass Sie bei Ihrem Teppichhändler einen Preis bekommen, den Sie beim so genannten "Fabrikkauf" nicht erhalten hätten. Gleiches gilt selbstverständlich auch für Leder und Schmuck. Lassen Sie sich also bei diesen Touren nichts einreden und nichts andrehen, es sei denn, es tut Ihnen finanziell nicht weh. Am besten ist, Sie gehen während dieser Zeit an der frischen Luft spazieren, was Ihren Kopf klar macht, Ihrer Gesundheit gut tut, Ihren Geldbeutel schont und auch Ihren Nerven sicherlich besser bekommt.
|
|
|
 |
|
|
|

|
► Gold- und Silberschmuck:
Grundsätzlich ist eines zu sagen: Auch in der Türkei wird Gold und Silber zum Weltmarktpreis eingekauft (auf Dollarbasis) und entsprechend verkauft. Wer Ihnen etwas anderes weismachen will, erzählt Unfug. Zwar hat die Türkei auch eigene Goldvorkommen, aber dieses Gold wird in der Türkei ebenfalls nicht unter Weltmarktpreis angeboten. Einzig die Kosten für Design und Arbeitslohn sind in der Türkei weit unter dem Lohnniveau in Europa. Daher sind die Preise für Gold- und Silberschmuck wesentlich niedriger als in Deutschland oder anderen europäischen Ländern. Jeder Goldhändler zahlt also bei seiner Goldfabrik bzw. seinem Grosshändler den gleichen Einkaufspreis für Gold, Edelsteine und Verarbeitung. Nur die Handelsspanne des Goldhändlers unterliegt seiner eigenen betrieblichen Kalkulation. Und nur hier gibt es die Spielräume für das übliche Feilschen der internationalen Kundschaft. Es gilt immer noch: Kein solider Geschäftsmann in der Türkei hat etwas zu verschenken.
|
|

|
► "Feilschen" um jeden Preis:
Mit der Feilscherei schädigen sich die Touristen im Grunde genommen nur selbst. Denn selbstverständlich weiss jeder Geschäftsinhaber in den Touristengebieten, dass die Touristen feilschen wollen, obwohl viele Geschäftsleute inzwischen Preisetiketten an ihren Waren haben. Und selbstverständlich wird bei der Kalkulation eine gewisse Spanne berücksichtigt, womit sich die Waren völlig unnötig verteuern. Nur so kommt der Verkäufer dann auf die Handelsspanne, die er zum Überleben seines Geschäftes braucht. Wer daher ein Geschäft betritt, in dem die Waren nicht mit Endpreisen ausgezeichnet sind, dem ist einfach nicht mehr zu helfen, wenn er über den Tisch gezogen wird. Andererseits gibt es aber auch die neunmalklugen Touris, die der Ansicht sind, sie wären so clever, dass sie jedem einheimischen Geschäftsmann ihre Grossmutter als Jungfrau verkaufen zu könnten, sofern die Omi noch leben würde. Anders ausgedrückt: Sie halten sich für so weltgewandt und gewieft, dass ihnen die Ware eigentlich kostenlos nachgeschmissen werden müsste, wenn sie im Geschäft nach der Uhrzeit fragen.
Und die ganz cleveren touristischen Schlaumeier sind der Ansicht, dass sie die ausgezeichneten Waren einfach mal eben um 50 % halbieren können, weil ihnen von den Reiseleitern eingebläut worden ist, dass alle türkischen Geschäftsleute in ihrem Urlaubsort sowieso viel zuviel an den armen Touristen verdienen, und sie es deshalb nur darauf abgesehen haben, die gutgläubige ausländische Kundschaft zu linken.
Der wahre Hintergrund dieser Horrorgeschichten ihrer Reiseleitung ist allerdings profaner: Sie verunsichern ihre Kunden derart mit diesen dummen Sprüchen, dass diese aus lauter Angst, man werde sie in jedem Geschäft übers Ohr hauen, nur in den Geschäften einkaufen, die ihnen von den Reiseleitern genannt bzw. wohin sie bequem mit dem Minibus gebracht werden. Dies geschieht selbstverständlich völlig uneigennützig und zum Besten ihrer Kunden - sagen sie. In Wahrheit verdienen sowohl die Reiseunternehmen als auch die Reiseleiter an der geglückten Verunsicherung ihrer Kunden fette Provisionen, die sich selbstverständlich in den zu zahlenden Preisen niederschlagen. Als Tourist sollte man sich auch in der Türkei auf seinen eigenen gesunden Menschenverstand verlassen, dann kann auch im Urlaubsland nichts schief gehen. Zu verschenken hat hier niemand etwas. Schmuck in 8 Karat (333) gilt in der Türkei als minderwertig. Man kann ihn zwar kaufen, gut geführte Goldgeschäfte verkaufen diese Waren jedoch nicht. Erst Schmuck ab 14 Karat (585) und höher bezeichnet man in der Türkei als Goldschmuck. Die Goldschmiedekunst hat in der Türkei eine sehr lange Tradition, türkischer Schmuck wird in alle Welt exportiert. Die führenden Goldfabriken sind auf allen internationalen Fachmessen vertreten. Grosshändler kaufen auf internationalen Messen ein. Ständig wird das Sortiment durch neue Modelle ergänzt. Internationale Trends in der Goldbranche werden in der Türkei sofort in schönen Schmuck umgesetzt. Schmuck ab 14 Karat gibt es für jeden Geldbeutel und für jeden Geschmack, mit und ohne Edel- oder Farbsteinen.
|
|

|
► Leder:
Die Verarbeitung von Leder in allen Variationen ist ein wichtiger Zweig der türkischen Industrie. Ledergeschäfte in den Touristenorten führen Modelle der unterschiedlichsten Art und Qualität. Häufig können sich die Kunden in ihrem Ledergeschäft auch individuelle Lederbekleidung nach Mass anfertigen lassen, was nicht wesentlich teurer ist, als ein Stück von der Stange. Informieren Sie sich ausführlich bei Ihren abendlichen Spaziergängen über Preise, Qualität und Ausführung. Auch hier das gleiche, wie unter "Gold" Gesagte. Qualität hat seinen Preis und in einem soliden Geschäft können Sie die Preise nicht halbieren. Wenn sich ein Verkäufer darauf einlässt, ist garantiert etwas faul an dem günstigen Angebot.
|
|

|
► Teppiche:
Über Teppiche gilt das unter "Fabrikkäufe" Gesagte. Informieren Sie sich an Ort und Stelle und lassen Sie die Reiseleiter links liegen. Sie können das durchaus alleine, denn die meisten Verkäufer in den Läden sprechen wenigstens eine Fremdsprache .
HEREKE Teppiche: NUR mit Zertifikat der Hereke Carpet Association
Das Zertifikat der Hereke Carpet Weavers Association teilt zum Beispiel mit, dass Sie einen echten Hereke erhalten. Es werden dort zwei Serien-Nummern genannt: Eine für den Teppich und eine für das Zertifikat. Beide müssen übereinstimmen, um die Echtheit und Einmaligkeit des Teppichs und des Zertifikats zu bestätigen. Sie können dieses Zertifikat von überall auf der Welt über das Internet, durch einen Brief oder Telefon-Anruf bestätigen lassen.
Ausführliche Informationen über Hereke - Teppiche :
http://hereke-carpets.blogspot.com/2010/06/einen-echten-hereke-seidenteppich.html
|
|

|
► Antiquitäten:
Wer Antiquitäten oder einen alten Teppich ausführen möchte, muss bei der Ausfuhr eine Bestätigung der Direktion des örtlichen Museums vorlegen. Antiquitäten, die älter als 100 Jahre sind, dürfen nicht ausgeführt werden. Häufig werden Souvenirs auf alt getrimmt und anschliessend als Antiquität verkauft. Wer sich in diesem Bereich nicht auskennt, kann oft genug auf gewiefte Souvenirhändler hereinfallen.
|
|

|
► Souvenirs:
Der Markt ist unüberschaubar gross. Es gibt viel Kitsch in schlechter Qualität zu sehr niedrigen Preisen. Schnitzereien aus Meerschaum, Kerzenhalter als Onyx, Kupfer- und Messingwaren (muss man dauernd putzen), Schachspiele in unterschiedlichsten Ausführungen, ebenso Backgammon-Spiele (tavla). Sehr preiswert sind Repros von Bildern internationaler Künstler aus allen Teilen Europas (Kandinsky, Klimmt, Renoir etc.) mit den passenden Bilderrahmen. Bilderrahmen gibt es in einer unglaublichen Auswahl, sehr guter Qualität und allen Preislagen. Auch alte Bilderrahmen kann man bekommen, wer es barock liebt, der wird ebenfalls fündig. Spiegel mit Facettenschliff und effektvollem Bilderrahmen sind sehr preiswert. Herumstöbern in den Geschäften, die Poster und Rahmen verkaufen, ist ein echtes Urlaubsvergnügen. Die gekauften Bilder inkl. Rahmen werden so verpackt, dass sie im Flugzeug mitgenommen werden können.
|
|

|
► Textilien:
Die Textilindustrie in der Türkei zählt zu den grössten Industriezweigen und exportiert in alle Welt. In Istanbul gibt es ganze Stadtteile, die ausschliesslich von der Produktion und dem Verkauf von Textilien leben. Es gibt alle Qualitäten. Von billig bis edel. Türkische Modedesigner sind sehr kreativ. Klamotten, die in den Touristengebieten angeboten werden, kommen in der Regel aus "Merter", einem Stadtteil von Istanbul. Die Textilien dieses Stadtviertels gehören zum mittleren Preisbereich. Die Einkaufspreise sind günstig. Neben guter Qualität unter türkischem Label findet man aber auch Sachen, die nach der ersten Wäsche schon reichlich ramponiert aussehen. Dass T-Shirts, die für 2 EURO angeboten werden, nicht die Qualität eines Designermodells aufweisen, dürfte auch klar sein. Häufig werden Textilien internationaler Marken oder Designer nachgemacht. Um es kurz zu machen: Wer so etwas für wenig Geld kauft, darf dies nur für den eigenen Gebrauch tun. Wer zusätzlich noch einen Koffer voller Klamotten für Freunde und Verwandte mitbringt, kann beim deutschen Zoll Pech haben, dass ihm alles abgenommen wird. Neben dem finanziellen Verlust gibt es dann noch eine Strafe und die Sachen werden vernichtet.
|
|

|
► Touristen-Märkte
Oft hören wir von unwissenden Touristen , sie haben auf dem Basar günstig Klamotten gekauft , preislich nicht mit den Angeboten der Läden zu vergleichen. Leider sind diese Sachen kaum ihr Geld wert oder es sind Rückläufer aus den Läden, die auf dem Basar verramscht werden.
Auf dem typisch türkischen Basar kauft man frisches Obst , Gemüse , Gewürze etc.
|
|

|
► Parfüms:
Die französischen Duftwässerchen, die Ihnen an jeder Strassenecke für 3 € angeboten werden, haben nun aber rein gar nichts mit dem Original zu tun, das in Ihrem Laden vielleicht 50 EURO kostet. Das einzige, was darauf hindeutet, dass es sich hier um ein Original handeln soll, ist die Verpackung, die von kreativen Druckern nachgedruckt wurde, und zwar mit Originalaufdruck. Der Inhalt sind Duftwässer der billigsten Sorte, wenn es sich denn überhaupt um Duftwässer handelt. Häufig wird auch nur reines Wasser verkauft. Vorsicht also. Dabei gibt es eine breite Palette guter türkischer Parfüms, die man durchaus kaufen und auch benutzen kann. Man bekommt sie in einer Parfümerie oder auch in Kosmetikabteilungen von Supermärkten. Es gibt die unterschiedlichsten Duftkompositionen und es ist für jeden Geschmack etwas dabei. Die Preise sind den türkischen Verhältnissen angepasst, also nicht übermässig teuer. Gute Parfüms für Damen und Herren bekommt man schon um 15 € und höher. Die Original-Parfüms internationaler Firmen sind in der Türkei genau so teuer wie überall sonst auch.
|
|

|
► I-Phonn & Co
Das I Phone und auch die anderen Geräte von APLLE kosten im Fachhandel in etwa das Gleiche, wie in Europa. Es werden aber auch Chinesische Plagiate um ca 200,-€ angeboten, von denen wir abraten, sie sehen zwar wie ein APPLE-Gerät aus (ohne Apple-Logo) und das war es auch schon. Drin steckt minderwertige Technik.
|
|

|
► Immobilien
Sie werden bemerken, dass an jeder Ecke ein Büro mit der Aufschrift : EMLAK - Immobilien - Real-Estate mit toller Einrichtung und Super-Preisen zu finden ist. Auch Ihr Strandboy oder Barmann hilft Ihnen bei Immobilien gerne, denn er bekommt von den Hausbesitzern oder Immobüros eine hohe Provision.
Lassen Sie sich nicht aus einer Urlaubsstimmung heraus zu einem Immobilienkauf verführen !
Sie können in der Türkei traumhafte Häuser und Wohnungen zu günstigen Preisen erwerben. Wenn Sie Interesse am Kauf einer Immobilie haben, besichtigen Sie geeignete Objekte , fahren wieder nach Hause und vergleichen Sie uA auch im Internet die Angebote. Es gibt riesige Qualitätsunterschiede bei den Villen und wenn Sie sich für eine Wohnung entscheiden , achten Sie auf die Lage und das Umfeld.
Wenn Sie mit einer Baufirma / Immobilienbüro Kontakt haben und Diese Kapilarschutz, Dachdämmung , Isokörbe und Drainage nicht kennt, Sie den Satz: alles kein Problem ständig hören, sind Sie schon mal falsch, wenn diese Firma die gesamte Kaufsumme sofort einfordert , egal ob Bestandsimmobilie oder Neubau - Hände weck !
Lassen Sie sich beraten, nicht verführen.
|
|

|
Was kann man in der Türkei noch günstig kaufen ?
Gehen Sie mal weiter , raus aus den Touristen-Strassen, da, wo Einheimische einkaufen. Die Klamotten haben zwar kein Gucki-Logo etc , sind aber Qualitativ und Modisch hochwertig.
Oder besuchen Sie mal einen Baumarkt , hier kann man zB. ein 8-Magneten - Türschlosszylinder für umgerechnet 18 Euro kaufen, der in Deutschland ab 90,- Euro kostet.
Alle Waren sind ausgepreist, in TL, dh man sollte vorher Gelt tauschen
|
|

|
Soll man Geld tauschen, oder kann ich in EURO bezahlen ?
Man kann in den Touristengebieten in EURO oder Dollar zahlen, Es ist aber teilweiser Preiswerter , TL mit sich zu führen.
ZB im Dolmus ( kleiner Bus) oder liebe Raucher , Zigaretten sind in TL günstiger, als in EURO. Leider gibt es auch teilweise die verbotene Unsitte , dass die Karte im Restaurant nur eine Zahl ohne Währungsangabe hat. So kann es sein, dass Ihre Tasse Kaffee in Euro das Doppelte kostet.
ABER : Tauschen Sie Ihr Geld nur bei Banken oder im Change - Office , am Flughafen und in den Hotels werden schlechtere Kurse angeboten
Ihre Bank / Credit Card NUR an Bankautomaten verwenden , nicht in kleinen Läden oder im ChangeOffice , da hier sehr hohe Gebühren fällig werden . NICHT von Fremden helfen lassen, die Bankautomaten sind in deutscher und englischer Sprache und wie in Europa.
|
|
|
|
|